Datenübernahme aus GENprofi

Zur Genealogie-Software GENprofi, hatte ich bereits hier etwas geschrieben.
In diesem Beitrag soll es um die vollständige Übernahme aller Daten von GENprofi zu Ahnenblatt gehen. Dieses Verfahren wurde mit den Versionen 4 und 5 von GENprofi getestet. Um das Verfahren auszuprobieren reicht die kostenlose Demo-Version von Ahnenblatt (zur Download-Seite). Sollte das Endergebnis und die Bedienung gefallen, erwirbt man eine Ahnenblatt-Lizenz (zur Kauf-Seite).
GENprofi bietet zwar einen eigenen GEDCOM-Export, der allerdings nicht vollständig alle Daten enthält. So fehlen z.B. Bemerkungen und Quellen.
Man kann aber in GENprofi eigene Export-Definitionen erstellen, mit denen ein kompletter Export der Daten möglich ist, allerdings in einem eigenen „GEDCOM-ähnlichen“ Format mit der Dateiendung GDF. Dieses GDF-Format kann von Ahnenblatt importiert und vollständig genutzt werden. Ahnenblatt ist aktuell das einzige Programm, dass die Daten einer GDF-Datei vollständig übernehmen kann.
Vorbereitung
Eine Export-Definition besteht aus drei Dateien. Damit diese nicht selbst erstellt werden müssen, gibt es hier diese zum Download (als ZIP-Archiv):
Download der Export-Definition für Ahnenblatt:
GPZUAB.ZIP
Diese ZIP-Datei ist zu entpacken und die drei enthaltenen Dateien (GPZUAB.FLD, GPZUAB.DEF, GPZUAB.INF) sind in das Unterverzeichnis export.par zu kopieren (also bei Version 4 typischerweise C:\GP4\export.par und bei Version 5 in das Verzeichnis C:\GP5\export.par).
Datenexport
Nach dem Start von GENprofi ruft man den Menüpunkt „Datei / Export“ auf (also nicht den „Export GEDCOM“).

[Vergrößerung durch Mausklick auf das Bild]
Dadurch wird ein zweites GENprofi-Fenster aufgerufen, in dem man dann auf „Auswertungen“ klickt.

[Vergrößerung durch Mausklick auf das Bild]
Dort müsste nun ein neuer Eintrag „Gesamtexport fuer Ahnenblatt“ zu sehen sein. Diesen nun anklicken und der Export wird vorbereitet, was durch Fortschrittsbalken angezeigt wird.
Da GENprofi4 als 16-Bit-Version nicht direkt unter Windows11 läuft, läuft es bei mir mittels Software DOS-Box. Wahrscheinlich durch diese zusätzliche Emulation ist der GEDCOM-Export sehr langsam. Für gute 1.000 Personen hat GENprofi4 dann eine gute Stunde gebraucht.
GENprofi5 läuft direkt unter Windows11 und war wesentlich schneller.
Am Ende fragt GENprofi nach dem finalen Dateinamen.

[Vergrößerung durch Mausklick auf das Bild]
GENprofi sieht für den Dateinamen lediglich 5 Zeichen vor und gibt den Namen „GPEXP“ vor. Sollte man den Datenexport mehrfach machen, kann man den Dateinamen hier bei Bedarf ändern, da GENprofi eine bereits vorhandene Datei kommentarlos überschreibt.
Als Ergebnis wurde nun eine Datei GPEXP.GDF geschrieben (oder abweichender Dateiname), die sich im Verzeichnis „EXPORT“ befindet (also C:\GP4\EXPORT oder C:\GP5\EXPORT).
Öffnen mit Ahnenblatt
Man kann nun zum Öffnen diese GDF-Datei per Drag&Drop aus dem Windows-Dateiexplorer in ein geöffnetes Ahnenblatt-Hauptfenster schieben (mit linker Maustaste auf GDF-Datei klicken, Maustaste weiterhin festhalten und Datei zu Ahnenblatt ziehen und dann Maustaste loslassen, also quasi fallenlassen – Ziehen & Fallenlassen auf Englisch dann Drag&Drop).
Alternativ kann man die Dateiendung der GDF-Datei von GDF in GED ändern. Dann lässt sich diese aus Ahnenblatt über „Datei / Öffnen… / GEDCOM-Datei“ öffnen.
Außer einem Import-Report sollte es keinerlei Nachfragen geben. Das Öffnen der GENprofi-Datei dauert (je nach Größe) nur wenige Sekunden (also bei weitem nicht so lange wie der Daten-Export). Die Daten werden komplett übernommen inklusive Quellen, Bemerkungen und Bilder.
Am Ende können die Daten mittels „Datei / Speichern unter… / Ahnendatei“ im Ahnenblatt-eigenen Format gespeichert werden. Dazu wird man aber auch automatisch aufgefordert, falls an den importierten Daten etwas geändert wurde.
Bei Fragen, Lob oder Fehlern kann man mich per E-Mail (support (at) ahnenblatt.de) kontaktieren.


